LiDAR & 3D-Vermessung bei der Kanalinspektion

Präzise Kanalvermessung mit LiDAR und 3D-Mapping.

Klassische TV-Kanalinspektion liefert Videoaufnahmen und visuelle Schadensprotokolle, aber keine geometrischen Daten. Wie breit ist ein Riss genau? Wo liegt ein Versatz exakt? Wie verändert sich der Querschnitt über die Haltungslänge? Diese Fragen lassen sich aus Videoaufnahmen allein nicht zuverlässig beantworten.

McPipechecker ergänzt die visuelle Inspektion um eine weitere Datenschicht: die präzise geometrische Erfassung des Kanals per LiDAR. Durch die Einbindung von Referenzkoordinaten entstehen georeferenzierte Punktwolken und digitale 3D-Modelle, die Sanierungsplanung, BIM-/GIS-Anwendungen und Bestandsdokumentation unterstützen.

Wie 3D-Mapping funktioniert

Eine zweite Datenschicht über der visuellen Inspektion

LiDAR-Sensoren erfassen die Innengeometrie des Kanals mit hoher Punktdichte und erzeugen daraus eine dreidimensionale Punktwolke. Mithilfe von SLAM-Verfahren wird die Bewegung des Systems im Bauwerk rekonstruiert und die Punktwolke räumlich aufgebaut. Durch die Einbindung von Referenzkoordinaten können die Daten georeferenziert und in bestehende Koordinatensysteme übertragen werden.

1,3 Mio.

Messpunkte pro Sekunde, LiDAR-Sensor im Zentimeterbereich

georef.

Punktwolken durch RTK-Einbindung in bestehende Koordinatensysteme übertragbar

1,5 km

Haltungslänge in einem Einsatz, marktübliches Limit liegt bei ca. 300 m

ab DN800

Einsatzbereich mit 6 spezialisierten Drohnenmodellen für unterschiedliche Profile

Vorteile gegenüber klassischer Inspektion

Geometrische Daten, die klassische Inspektion nicht liefert

Geometrisch genaue Bestandsdaten
Querschnitte, Durchmesser, Verformungen und Streckenprofile sind exakt messbar. Keine Schätzungen, alle Maße direkt aus dem 3D-Modell ableitbar.

Genaue Metrierung
Stationierungen basieren auf dem 3D-Modell, auf Timecode-Schätzungen. Reproduzierbar, auditierbar, ohne erneuten Messeinsatz nachvollziehbar.

Digitale Zwillinge
Das 3D-Modell als Grundlage für BIM- und GIS-Integration. Fehlende oder veraltete Bestandspläne können durch 3D-Daten ergänzt, überprüft oder aktualisiert werden.

Nachvollziehbare Dokumentation
Alle Daten sind reproduzierbar, auditierbar und digital archivierbar. Belastbar für Behördenvorlage, Sanierungsausschreibungen und langfristige Bestandsdokumentation.

Effizientere Sanierungsplanung
3D-Daten unterstützen die Bewertung von Profilen, Ablagerungen und Schadensbereichen als Grundlage für die weitere Planung. Ingenieurbüros erhalten eine verlässliche Basis für Verfahrensauswahl, Materialmengen und Bauphasenplanung.

Detaillierter Verfahrensvergleich: Drohne vs. TV-Befahrung

Eingesetzte Technologien

Sechs Komponenten, ein integriertes System

01

LiDAR-Scanning

Bis zu 1,3 Mio. Messpunkte/Sekunde zur Erfassung präziser Punktwolken im Zentimeterbereich.

02

360°-Kameratechnik (4K)

Visuelle Erfassung parallel zum Scan, synchronisiert für vollständige Schadensprotokollierung.

03

3D-Mesh-Modellierung

Digitale Rekonstruktion inkl. Rohrwandungen, Ablagerungen und geometrischer Abweichungen, direkt als BIM-Grundlage verwendbar.

04

SLAM-Navigation

Räumlicher Aufbau der Punktwolke auch in GPS-/GNSS-freien Innenbereichen.

05

RTK-Modul

Einbindung von Referenzkoordinaten zur Georeferenzierung von Kanal- und Bauwerksdaten.

06

3D-basierte Metrierung

Längeneinmessung aus dem Modell, millimetergenau, unabhängig von Kamerawinkel oder Geschwindigkeit.

Einsatzbereiche

Wo 3D-Mapping den Unterschied macht

Das kombinierte Verfahren ist besonders dort sinnvoll, wo geometrische Daten fehlen oder klassische Inspektionen keine ausreichende Datentiefe liefern.

Großprofilkanäle & Stauraumkanäle

Ab DN800, bis 1.500 m Haltungslänge in einem Einsatz.

/kanalinspektion-drohne

Kanäle mit komplexer Geometrie

Unbekannte oder unregelmäßige Querschnittsformen, das 3D-Modell erfasst die tatsächliche Geometrie.

Fehlende oder veraltete Bestandspläne

Das 3D-Modell ergänzt, überprüft oder ersetzt fehlende Baupläne vollständig, georeferenziert und im GIS verwendbar.

Sanierungsplanung

Mengenermittlungen und genaue Stationierungen direkt aus dem Modell, ohne erneuten Einsatz vor Ort.

GIS-, CAD- & BIM-Projekte

Ausgabedaten direkt integrierbar in GIS-, BIM- oder Kanaldatenbank-Systeme, Formatabstimmung im Vorfeld.

Qualitätsprüfung nach Sanierung

Abnahme nach abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen, geometrischer Nachweis der Ergebnisse.

Datenausgabe

Was Sie nach der Inspektion erhalten

3D-Punktwolken & Meshmodelle

E57, LAS, RCP und weitere Formate auf Anfrage, direkt importierbar in GIS, BIM und CAD-Systeme.

4K-Videos mit Meterstationierung

Visuelle Dokumentation exakt einer Kanalposition zugeordnet.

Overlay-Daten

Videoansicht mit eingeblendetem 3D-Profil und Metrierung für interaktive Auswertung.

Normgerechtes Schadensprotokoll

Nach DIN EN 13508-2 und DWA-M 149-2, direkt für Behördenvorlage verwendbar.

ISYBAU XML

Zur direkten Integration in Kanaldatenbanken, maschinenlesbar, kompatibel mit gängigen Systemen.

Planung & Sanierung

Planungswerkzeug und Inspektionsbeleg

Nutzen für Betreiber & Planer

Digitale Kanalmodelle aus LiDAR- und 3D-Daten liefern eine räumliche Grundlage für Planung, Bewertung und Dokumentation. Ingenieurbüros und Netzbetreiber können damit Sanierungsverfahren fundierter auswählen, Materialmengen besser abschätzen und Bauphasen gezielter vorbereiten.

Fehlende oder veraltete Bestandspläne können durch 3D-Daten ergänzt, überprüft oder aktualisiert werden. Für Betreiber mit GIS-Systemen oder BIM-Anforderungen sind die Ausgabedaten direkt integrierbar.

Häufige Fragen

Welche Kanaldimensionen sind geeignet?
Ab DN800, Haltungslängen bis 1,5 km in einem Einsatz, mit 6 Drohnenmodellen für unterschiedliche Profile.

Wie genau sind die Messdaten?
LiDAR im Zentimeterbereich. Durch SLAM und RTK-Einbindung sind die Daten georeferenzierbar und in bestehende Koordinatensysteme übertragbar.

GIS-Integration möglich?
Ja. Ausgabedaten in gängigen Austauschformaten, Formatabstimmung erfolgt im Vorfeld.

Ist das Verfahren normgerecht?
Ja. Zustandsbewertung nach DIN EN 13508-2 und DWA-M 149-2, LiDAR-Daten ergänzen die Schadenskodierung um eine geometrische Präzisionsebene.

Kontakt

Projekt besprechen

Sie planen eine Kanalinspektion mit digitaler Bestandserfassung? Teilen Sie uns Haltungsdimension, Zugangssituation und Ihre Anforderungen an die Datenausgabe mit, wir erarbeiten ein passendes Inspektionskonzept.

Telefon: +49 175 900 80 70  │  E-Mail: beratung@mcwarnecke.de